Wladimir Schengelaja wurde in der malerische Stadt Suchumi geboren, wo er auch aufwuchs. Sie wurde in antiker Zeit von den Dioskuren-Brüdern im alten Lande KOLCHIS gegründet, in einem der schönsten Gebiete am Ufer des Schwarzen Meeres.

Das Land Abchasien, das den Einfluss vieler alter Kulturen erlebt hatte, wurde zu einem Randgebiet des sowjetischen Imperiums und lebte nach dessen Gesetzen.

Man hatte hier deshalb eine kleine örtliche offizielle Kunst und sogar seit Begin der 70iger Jahre einen „Underground“. Das war kein „Underground“, der sich „Offiziösem“ widersetzte oder gar mit ihm kämpfte – eher umgekehrt: er versucht bis heute, ähnlich der Praxis des Zen – Buddhismus, „das Zeichen umzukehren“ und Bitterkeit in Vitalität zu verwandeln. Das heißt, das Negativ des Lebens brachte irgendwie das Positiv der Kunst hervor.

„ Muss man schon im Imperium geboren werden – lebt sich’s doch besser in der Provinz am Meer“ – schreibt J. Brodskij.

Diese Situation markierte den Umraum des Schaffens einiger der dortigen Künstler, unter ihnen auch Wladimir Schengelaja.

Wladimir richtet sein Forschen auf das innere der Kunst, von daher kommt in seinen Werken die Suche nach den Höchsten Werten, der höchsten Qualität und eine Bewegung hin zum „Absoluten“ der Malerei zum Ausdruck. Die Malerei ist für ihn eine Methode der Freiheitssuche. Es geschieht nicht zufällig, wie er sich der Leinwand nähert, er bereitet sich darauf vor wie auf die Begegnung mit einem „Ehrengast“

.Mit der Stimmung und dem Zustand in dem er sich befindet, mit Begeisterung, mit Emphase, auch Zorn, Hektik, taucht er in Kunstschichten ohne Zeitgrenzen. Es ist das Streben aus den Fesseln der Realität herausgerissen zu werden, spontan und durch erarbeitete ästhetische Methoden.

Seine Arbeiten sind intellektuell, aber nicht kalt; in ihnen zeigt sich ein „Zustand“, eine Befindlichkeit, dieser „besondere Zustand“ enthält eine Ladung feiner seelischer Wirkungen.

Wladimir bearbeitet skrupulös die Oberfläche der Leinwand, dabei schafft er das Gewebe des Bildes, seinen Körper.

Wladimir kann leicht von der Abstraktion zum Figürlichen übergehen. Es ist aber ein Übergang innerhalb des Rahmens der Malerei, nach den Lehren des Vergangenen angeeignet, ein Wandel dem ein Ausgang in neue Qualität gelingt.

Adgur Dzari

Ausstellungen:

Einzel und Gruppenausstellungen

1972/1992 Gemeinschaftsausstellung des Künstlerverbandes UdSSR,

Abchasiens und Georgiens.

1990 100 Todestag Van Gogh, Galerie Palitra, Leningrad.

1992/1993 Georgische Künstler in Bayern, Galerie Keindl,

Landshut, Ansbach, Starnberg, Rosenheim.

1994 Roter Pavillon, Bad Doberan. Max-Plank-Institut, Tübingen.

Hewlett- Packard, Böblingen.

Alzgalerie Chiemgau.

Ab 1994 Mitglied Bundesverband Bildender Künstler

1995 Galerie in Amthaus, Hohe Aschau.

1997 Jazz Meile, Thüringen. Alzgalerie Chiemgau.

1998 Ost-West Galerie, Riehen – Schweiz. Galerie Troadkastn, Kramsach Tirol.

1999/2001 Toennisen Galerie, Köln. Alzgalerie Chiemgau.

2000 Hewlett – Packard Wien. Georgische Kulturtage Bad – Doberan.

2001 Abstraktion in der russischen Kunst ,Russische Museum,

St. Petersburg.

2002 Galerie Goethe 53, München.

2003 Alzgalerie Chiemgau.

2004/2005 Galerie Jaspers, München.

2006 „Siehmalan“ Haus der Kunst, München. Alzgalerie Chiemgau.

2007 Kaffe GAP34, München.

2009 Theater halle7 München.

Gabenbringer“ Roter Pavillon Bad Doberan. Nord Art 009,

White Box , München, BBK München.

2010 „Gabenbringer“ Galerie Troadkastn, Kramsach Österreich.

2011 „Frisch gebügelt“ mit Artgenossen, White Box Kultfabrik München,

3x Heimat Kaukasus“ Art Palace Berlin.

Goldene Zeiten“ mit Artgenossen, Goldberg Studios München.

2012 „Bunte Hunde“ mit Artgenossen, Goldberg Studios München.

2013 Alzgalerie Chiemgau.

GemischtWaren“ mit Artgenossen, Goldberg Studios München,

2014 Kunst im Karee München, Kunstverein Bad Wörishofen,

Beim versuch das goldene Vlies zu finden“ Goldberg Studios

München.

2015 „Beim versuch in Achenrain das goldene Vlies zu finden“

Kunstforum Kramsach Troadkastn, Östereich

2016 „Zwei Wasser“ Goldberg Galerie, München, „Continuum“ Mohr Villa, München

Bayerisches Atelierförderung für den Zeitraum 01,01.2015 bis31.12.2916

2017 START 17 Goldberg Galerie, München